LA FAVOLA D’ORFEO

von Clau­dio Mon­tever­di

LIBRETTO

A. Strig­gio
Erste Ver­sion, ver­voll­ständigt von Ivan Fis­ch­er

BESETZUNG

 

Euridice/ La Musica
Emőke Baráth
Orfeo
Valerio Contaldo
First Pastore/ Speranza
Michal Czerniawski 
Second Pastore/
First Spirito
Cyril Auvity
Third Pastore/
Second Spirito
Francisco Fernández-Rueda

 

Pastore/ Plutone
Peter Harvey
Ninfa/Proserpina/Baccante
Nuria Rial
La Messagiera/ Baccante
Luciana Mancini
Caronte/ Third Spirito
Antonio Abete

 

Budapest Festival Orchestra (mit historischen Instrumenten)

 

Chor und Tanzensemble der Ivan Fischer Opera Company

PRODUKTIONSTEAM

Kostüme:
Anna Biagiotti
Bühnenbild:
Andrea Tocchio
Lichtdesign:
Tamás Bányai
Choreographie: 
Sigrid T’Hooft
Choreinstudierung:
Soma Dinyés
Regie:
Iván Fischer
Musikalische Leitung:
Iván Fischer
Eine Produktion der Ivan Fischer Opera Company
Ko-Produktion des
Budapest Festival Orchestra
Müpa Budapest
Vicenza Opera Festival
Grand Théâtre de Genève

SÄNGERINNEN & SÄNGER

EMÖKE BARÀTH (EURIDICE)

EMÖKE BARÀTH (EURIDICE)

sopra­no

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Emőke Baráth studierte Gesang an der Franz-Liszt-Musikakademie in Budapest und am Con­ser­va­to­rio di Musi­ca Lui­gi Cheru­bi­ni in Flo­renz. Sie ist Preisträgerin des Grand Prix der Ver­bier Fes­ti­val Akademie und des Junio Pri­ma Pri­ma Prim­is­si­ma Preis­es in Ungarn. Ihr Reper­toire umfasst Par­tien wie Susan­na (Le nozze di Figaro), Romil­da in Francesco Cav­al­lis Oper Serse, Cleopa­tra (Giulio Cae­sare) und die Titel­par­tie in Francesco Cav­al­lis Oper Ele­na. Gas­ten­gage­ments führten sie u. a. an das The­ater an der Wien, die Opéra de Bor­deaux, die Opéra de Lille, das Théâtre de Caen, zum Musikvere­in Wien, zur Wig­more Hall in Lon­don sowie zum Boston Ear­ly Music Fes­ti­val und dem Fes­ti­val Lyrique dʼAix-en-Provence. Zudem arbeit­ete sie mit renom­mierten Orch­estern und Ensem­bles zusam­men, darunter das Detroit und Wash­ing­ton Sym­pho­ny Orches­tra, das Bergen Phil­har­mon­ic, das Saõ Paulo Sym­pho­ny Orches­tra und das Con­cen­tus Musi­cus. Als Télaïre in Jean-Philippe Rameaus Oper Cas­tor et Pol­lux debütiert sie in der Spielzeit 2019/20 an der Bay­erischen Staat­sop­er. (Stand: 2019)
CYRIL AUVITY (SECOND PASTORE)

CYRIL AUVITY (SECOND PASTORE)

tenor

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Der franzö­sis­che Tenor Cyril Auvi­ty, Jahrgang 1977, stammt aus Montluçon in der Auvergne. Er schloss ein Studi­um der Physik an der Uni­ver­sität von Lille ab, absolvierte par­al­lel dazu aber auch eine Gesangsaus­bil­dung am Kon­ser­va­to­ri­um der nord­franzö­sis­chen Stadt und begann seine Kar­riere 1999 als Gewin­ner des «Con­cours Inter­na­tion­al de Chant» in Cler­mont-Fer­rand. Bald darauf wurde er von William Christie ent­deckt, der ihn für seine Pro­duk­tion von Mon­teverdis Il ritorno d’Ulisse in patria beim Fes­ti­val von Aix-en-Provence ein­lud. Mit Christie arbeit­et Cyril Auvi­ty bis heute regelmäs­sig zusam­men: Er sang unter sein­er Leitung in Char­p­en­tiers Les Arts Floris­sants und David et Jonathas, über­nahm die Titel­rolle in Rameaus Pyg­malion und wird mit ihm im April 2016 Cam­pras Les fêtes ven­i­ti­ennes an der Brook­lyn Acad­e­my of Music in New York auf­führen. Auch Christophe Rous­set, Hervé Niquet, Vin­cent Dumestre und Ottavio Dan­tone zählen zu Auvi­tys musikalis­chen Part­nern; Emmanuelle Haïm verpflichtete ihn als Basilio für ihre Pro­duk­tion von Mozarts Le nozze di Figaro an der Opéra de Lille. Mit seinem eige­nen Ensem­ble L’Yriade wid­met sich Auvi­ty dem Kan­taten­reper­toire und legte bere­its zwei CDs vor, die dem Orpheus-Mythos bzw. dem Schaf­fen von Gio­van­ni Bat­tista Bononci­ni gewid­met sind. Auf dem Plat­ten­markt ist er ausser­dem als Titel­held zweier Lul­ly-Opern vertreten: mit Bel­lérophon und mit Amadis, die er bei­de mit Christophe Rous­set einge­spielt hat. Wichtige Auftritte der let­zten Zeit führten Cyril Auvi­ty mit Rameaus Platée ans The­ater an der Wien, an die Opéra Comique nach Paris, an die Opéra Nation­al du Rhin nach Stras­bourg und ans Staat­sthe­ater Stuttgart. Bei den Münch­n­er Opern­fest­spie­len 2016 gehört er zum Ensem­ble ein­er Neupro­duk­tion von Rameaus Les Indes galantes.
NURIA RIAL (NINFA)

NURIA RIAL (NINFA)

sopra­no

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Nuria Rial studierte Klavier und Gesang in ihrer Heimat Kat­alonien und war Teil der Klasse von Kurt Wid­mer an der Basler Musikakademie; 2003 gewann sie den Hel­ve­tia Patria Jeunesse in Luzern. Ihre feine, klare Stimme, das weich schwin­gende Tim­bre, Musikalität und Aus­drucksstärke öffneten ihr auf inter­na­tionaler Ebene rasch die Türen. Als Konz­ert­sän­gerin arbeit­et sie mit Diri­gen­ten wie Ivan Fis­ch­er, Sir John Eliot Gar­diner, Paul Good­win, Trevor Pin­nock, Teodor Cur­rentzis, Gus­tav Leon­hardt, René Jacobs, Thomas Hen­gel­brock und Lau­rence Cum­mings. Dabei wird sie von Spitzenensem­bles wie Con­cer­to Köln, The Eng­lish Con­cert, Kam­merorch­ester Basel, Col­legium 1704, Il Gia­rdi­no armon­i­co, Les Musi­ciens du Lou­vre, Elbipo­lis Barock­o­rch­ester, Accad­e­mia del Piacere und La Cetra Basel begleit­et.

Neben ihrer Konz­ert­tätigkeit ist Nuria Rial auch immer wieder auf der Opern­bühne zu erleben. Sie sang in wichti­gen europäis­chen Opern­pro­duk­tio­nen wie Cav­al­lis »Eli­o­ga­ba­lo« (Eritea) am Théâtre de la Mon­naie in Brüs­sel, Mon­teverdis »L’Orfeo« (Euridice) an der Staat­sop­er Unter den Lin­den in Berlin oder Mozarts »Zauber­flöte« (Pam­i­na) am Teatro Car­lo Felice in Gen­ua. 2012 überzeugte sie in der Rolle der Nuria in der zeit­genös­sis­chen Oper »Ainadamar« von Goli­jov am Teatro Real Madrid (Regie Peter Sel­l­ars). Zukün­ftige Engage­ments umfassen Hän­dels »Orlan­do« mit dem Ensem­ble Il Pomo d‘Oro in sowie »L’Orfeo« von Mon­tever­di unter der Leitung von Ivan Fis­ch­er. Nuria Rial hat sich viel mit Barock­musik und his­torisch­er Auf­führung­sprax­is beschäftigt und sich so einen Namen gemacht. Als begeis­terte Kam­mer­musik­erin pflegt sie zudem Part­ner­schaften mit Ensem­bles wie Il Pomo d’Oro, Café Zim­mer­mann oder dem Nash Ensem­ble. In ihren Lied­pro­gram­men singt sie franzö­sis­ches und spanis­ches Reper­toire, ver­mehrt auch das deutsche Lied.

VALERIO CONTALDO (ORFEO)

VALERIO CONTALDO (ORFEO)

tenor

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Der gebür­tige Ital­iener wuchs im Wal­lis auf und studierte klas­sis­che Gitarre in Sion und Paris. Daraufhin fol­gte ein Gesangstudi­um bei Gary Mag­by im Kon­ser­va­to­ri­um in Lau­sanne mit anschließen­dem Diplom. Vale­rio Con­tal­do besuchte Mas­terkurse von Christa Lud­wig, Kle­sie Kel­ly und David Jones und war im Jahr 2008 Final­ist des inter­na­tionalen Johann-Sebas­t­ian-Bach-Wet­tbe­werbs in Leipzig. Er arbeit­ete bere­its mit Diri­gen­ten wie Michel Cor­boz, Ton Koop­man, Philippe Pier­lot und Krist­jan Järvi zusam­men. Sein Konz­ertreper­toire umfasst unter anderem Werke wie Mozarts Requiem, Die Schöp­fung und Die Jahreszeit­en von Haydn, die Petite Messe Solen­nelle von Rossi­ni, der Mes­sias und Brock­es-Pas­sion von Hän­del sowie die Mes­sa di Glo­ria von Puc­ci­ni. Als Solist beteiligte sich Con­tal­do an dem Flan­ders Inter­na­tion­al Film Fes­ti­val Gent, am Klas­sik-Fes­ti­val La Folle Journée in Nantes, am Fes­ti­val in Van­cou­ver, dem Fes­ti­val delle Nazioni und am Paléo Fes­ti­val in Nyon. Auch war er auf der Bühne an den Opern­häusern von Lau­sanne, Fri­bourg, Dijon, Besançon, Nîmes und Venedig (La Fenice) zu sehen.
FRANCISCO FERNÀNDEZ-RUEDA (THIRD PASTORE/ SECOND SPIRITO)

FRANCISCO FERNÀNDEZ-RUEDA (THIRD PASTORE/ SECOND SPIRITO)

tenor

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Der Tenor Fran­cis­co Fer­nán­dez-Rue­da, geboren in Sevil­la, hat einen Stu­di­en­ab­schluss in Franzö­sisch von der Uni­ver­sität Sevil­la. Gesang studierte er an der ESMUC (Esco­la supe­ri­or de Músi­ca de Catalun­ya) in Barcelona. Fran­cis­co Fer­nán­dez-Rue­da war 2011 an der V. Edi­tion von Le Jardin des Voix beteiligt. Er hat bere­its mit Diri­gen­ten wie Sir J. E. Gar­diner, W. Christie, J. Savall. F. Bion­di, E. Onofri, R. Pichon, K. Junghänel, A. Kossenko, W. Katschn­er, A. Quar­ta und Ryan Brown zusam­mengear­beit­et und mit Orch­estern wie Les Arts Floris­sants, Con­cer­to Köln, Europa Galante, Con­cert­ge­bouw Kamerork­est, Les Ambas­sadeurs, Capel­la Reial de Catalun­ya, Ensem­ble Pyg­malion, Phil­har­monis­ches Orch­ester Hei­del­berg, Con­cer­to Romano, Laut­ten Com­pag­ney Berlin; und ist u. a. an der Opéra Comique de Paris, der Cité de la Musique, der Opéra Roy­al de Ver­sailles, der Opéra de Bor­deaux, dem Rokokothe­ater in Schwet­zin­gen, dem The­ater Win­terthur, dem Fest­spiel­haus Baden-Baden, der Brook­lyn Acad­e­my in New York und dem Kennedy Cen­ter in Wash­ing­ton aufge­treten. Auf dem Gebi­et der Oper hat Fer­nán­dez-Rue­da fol­gende Rollen inter­pretiert: Don Ottavio in Wolf­gang Amadeus Mozarts »Don Gio­van­ni«, Bajazet in Georg Friedrich Hän­dels »Tamer­lano«, Orfeo in Clau­dio Mon­teverdis »L’Orfeo«, Narete in Johann Adolph Has­s­es »Leu­cip­po«, Toante in Tom­ma­so Traet­tas »Ifi­ge­nia in Tau­ride«, Clotar­co in Josef Haydns »Armi­da« und Sir Her­vey in Gae­tano Donizettis »Anna Bole­na«. Auch hat er an der leg­endären Neuin­ter­pre­ta­tion von Jean-Bap­tiste Lullys »Atys « mit William Christie und Les Arts Floris­sants teilgenom­men. Fol­gende Ora­to­rien gehören zu seinem Reper­toire: Mozarts Requiem und Krö­nungsmesse, Hän­dels »Mes­sias«, Bachs »Johannes-«  und »Matthäus-Pas­sion«, »h-Moll Messe« und »Wei­h­nacht­so­ra­to­ri­um«, Mon­teverdis »Vespro del­la Bea­ta Vergine«“ und Carl Philipp Emanuel Bachs »Mag­ni­fi­cat«. Auf­nah­men von ihm gibt es bei den Labels Fra Musi­ca, Accent, Nax­os, Nax­os USA, Christopho­rus und bei Radiosendern wie dem WDR, BR Klas­sik, RNE, BBC Radio, Mer­cury, France Musique und Catalun­ya Músi­ca.
LUCIANA MANCINI (LA MESSAGIERA)

LUCIANA MANCINI (LA MESSAGIERA)

mez­zoso­pra­no

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Die Mez­zoso­pranistin mit schwedisch-chilenis­chen Wurzeln studierte am Königlichen Kon­ser­va­to­ri­um in Den Haag klas­sis­chen Gesang, Oper und Alte Musik. Im Jahr 2009 erlangte sie ihren Mas­ter mit Schw­er­punkt auf dem ital­ienis­chen Reper­toire des 17. Jahrhun­derts. Als Sän­gerin ist so sowohl in zahlre­ichen Konz­erten als auch in Opern­pro­duk­tio­nen inter­na­tion­al erfol­gre­ich tätig. Ihr Opern­reper­toire umfasst u.a. Dafne in Peris L‘Euridice, Nerone in Mon­teverdis L’incoronazione di Pop­pea, Mes­sag­gierain L‘Orfeo mit ver­schiede­nen Ensem­bles, wie Divi­no Sospiro unter der Leitung von Enri­co Onofri und La Fenice unter Leitung von Jean Tubery; Amas­tre in Hän­dels Serse, mit der Laut­ten Com­pag­ney unter Wolf­gang Katschn­er und auch am The­ater an der Wien unter Jean-Christophe Spin­osi. 2013 war sie zu erleben als Annio in Mozarts La clemen­za di Tito in Drot­tning­holms Slottsteater in Stock­holm, unter der Büh­nen­regie von Sigrid T‘Hooft. Weit­ere Pro­jek­te umfassten Volu­pia und Didone in Cav­al­lis L‘Egisto mit Poème Har­monique in der Regie von Ben­jamin Lazar an der Opéra Comique Paris und der Opéra de Rouen Haute Nor­mandie sowie eine szenis­che Pro­duk­tion zusam­men mit L‘Arpeggiata und dem sizil­ian­is­chen Mar­i­onet­ten­spiel­er Mim­mo Cut­tic­chio bei den Lud­wigs­burg­er Schloss­fest­spie­len. Gemein­sam mit L’Arpeggiata trat Luciana Manci­ni im Rah­men vielfältiger Pro­gramme auf und war mit Los Imposi­bles, Via Cru­cis und All’improviso in ver­schiede­nen europäis­chen Städten zu sehen. 2010 spielte sie Mon­teverdis Vespro del­la Bea­ta Vergine unter der Leitung von Christi­na Pluhar für Vir­gin Clas­sics ein. Einen bemerkenswerten Erfolg feierte sie gemein­sam mit L’Arpeggiata 2011 mit der Ein­spielung der neuen CD Los Pajaros per­di­dos, auf der sie mit ihrer Vor­liebe für das tra­di­tionelle Reper­toire Südamerikas bril­liert. Konz­erte mit diesem Pro­gramm haben großen Anklang gefun­den. Zwis­chen 2012 und 2014 arbeit­ete sie mit der Akademie für Alte Musik Berlin unter der Leitung von René Jacobs in ein­er Insze­nierung von Achim Freier als Vita Mon­dana in Cav­a­lieris Rap­p­re­sen­tazione d´Anima, e di Cor­po in der Staat­sop­er Berlin. 2014 hat­te sie ihr lateinamerikanis­ches Opern­de­but als Sme­ton in Donizettis Anna Bole­na.
MICHAL CZERNIAWSKI (FIRST PASTORE/ SPERANZA)

MICHAL CZERNIAWSKI (FIRST PASTORE/ SPERANZA)

coun­tertenor

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Der pol­nis­che Coun­tertenor begann bere­its als Chorkn­abe im Stet­tin­er “Slowi­ki-Chor” seine musikalis­che Aus­bil­dung. Fol­gerichtig studierte er Opernge­sang an der Hochschule für Musik in Gdan­sk und der Guild­hall School of Music and Dra­ma in Lon­don. Michal Czer­ni­aws­ki verbindet eine enge Zusam­me­nar­beit mit William Christie und dessen “Jardin des Voix”, die er auf deren Welt-Tournee begleit­ete. Kün­st­lerische Zusam­me­nar­beit verbindet ihn eben­so mit Masaa­ki Suzu­ki und Mark Pad­more. Mit ihnen war er unter anderem in der Johannes-Pas­sion und der Matthäus-Pas­sion von J.S. Bach zu erleben. Regelmäßig tritt er in ihren Konz­erten mit den großen Ora­to­rien von G. F. Hän­del auf. Neben dem Mes­si­ah wirk­te er bei Solomon mit (“Solomon’s Knot Baroque Colec­tive”), in Per­gole­sis Salve Regi­na beim “Lon­don Han­del Fes­ti­val”, Scar­lat­tis Il pri­mo Omi­cidio bei den “Wratislavia Can­tans” und in Opern­pro­duk­tio­nen. In Pur­cells The Fairy Queen tourte er mit “The Eng­lish Tour­ing Opera”, trat am Teatr Wiel­ki in Warschau und Posen auf. In Acis and Galatea debütierte er an der “New Euro­pean Opera” und in Euridice von J. Peri gab er seinen Ein­stand an der “British Young Opera”. Weit­ere Pro­duk­tio­nen, bei denen er mitwirk­te, waren Orlan­do Gen­eroso von A. Stef­fani und The Duchess of Mal­fi am “Royal&Derngate” in Northamp­ton. In dieser Sai­son kehrte Michal Czer­ni­aws­ki zurück an die “Eng­lish Tour­ing Opera” wo er Ottone in Mon­teverdis Coro­n­azione di Pop­pea und in Delfa in Il Gia­sone von Cav­al­li singt. Eben­so übern­immt er die Par­tie des Ottone in Hän­dels Agrip­pina. Konz­ertverpflich­tun­gen bein­hal­ten eben­falls Werke von J.S. Bach in Großbri­tan­nien und Nor­we­gen.
PETER HARVEY (PASTORE/PLUTONE)

PETER HARVEY (PASTORE/PLUTONE)

bari­tone

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 Peter Har­vey begann sein Studi­um am Mag­dalen Col­lege in Oxford mit den Fäch­ern Franzö­sisch und Deutsch. Auch nach dem Wech­sel zum Musik­studi­um blieb seine Liebe zur Sprache immer fes­ter Bestandteil sein­er Arbeit als Sänger. Er set­zte sein Studi­um an der Guild­hall School of Music and Dra­ma in Lon­don fort. In dieser Zeit gewann er einige inter­na­tionale Gesangswet­tbe­werbe, u.a. die Walther Gruner Lieder Com­pe­ti­tion, den Eng­lish Song Award und den Peter Pears Award. Seine über 100 CD-Ein­spielun­gen umfassen eine Zeitspanne von acht Jahrhun­derten mit einem Schw­er­punkt der Musik aus der Zeit des Spät­barocks.

Zusam­men mit den Eng­lish Baroque Soloists und dem Mon­tever­di Choir unter der Leitung von Sir John Eliot Gar­diner war Peter Har­vey ein­er der her­aus­ra­gen­den Teil­nehmer der „Bach Can­ta­ta Pil­grim­age“, deren Konz­erte auch auf CD erschienen sind. Hier sang er u.a. die berühmte Solokan­tate Ich hab genug. Eben­falls von Bach sang er kür­zlich Kan­tat­en in Paris und Leipzig sowie den Chris­tus in der Johannes-Pas­sion bei den BBC Proms. Er ist ein langjähriger Solist des von Paul McCreesh geleit­eten Gabrieli Con­sorts, mit denen er im Théâtre du Châtelet (Paris), Lin­coln Cen­ter (New York) und dem Bar­bi­can (Lon­don) auf­trat. In deren kür­zlich erschienen und mit dem Gram­my Award aus­geze­ich­neten CD-Auf­nahme von Haydn’s Schöp­fung sang er den Adam. Außer­dem erschienen gemein­same Auf­nah­men der Matthäus-Pas­sion (Bach), Solomon (Hän­del) und der Marien­ves­per von Mon­tever­di (alle bei Deutsche Gram­mophon). Er nahm mehrere Werke des frühen Bachs mit dem Pur­cell-Quar­tett und Emma Kirk­by für Chan­dos auf. Kür­zlich erschienen bei BIS Rameaus Weltliche Kan­tat­en. Er trat mit The Six­teen (BBC Proms, Spanien, Brasilien) auf und arbeit­et regelmäßig mit dem Orches­tra of the Age of Enlight­en­ment unter Ivan Fis­ch­er und Gus­tav Leon­hardt, mit denen er kür­zlich die Johannes-Pas­sion in Lon­don, Seoul und Tokio auf­führte. Peter Har­vey singt häu­fig mit dem BBC Nation­al Orches­tra of Wales in der St. David’s Hall, Cardiff (Haydn Schöp­fung, BachWei­h­nacht­so­ra­to­ri­um). Mit dem BBC Sym­pho­ny Orches­tra unter Col­in Davies sang er Schu­berts Messe in Es-Dur.

Die Nether­lands Bach Soci­ety nahm gemein­sam mit Peter Har­veys Mozarts Requiem, Bachs Wei­h­nacht­so­ra­to­ri­um und h-moll-Messe (kür­zlich beim Tan­gle­wood Fes­ti­val in den USA) auf. In einem vom Fernse­hen über­tra­ge­nen Konz­ert zu Ostern vorigen Jahres führten sie die wenig bekan­nte Johannes-Pas­sion von Georg Gebel auf. Mit Ton Koop­man gastierte er im Musikvere­in Wien (Bach), im Théâtre des Champs Elysée in Paris, in Verona und Rom. In Deutsch­land sang er mit dem Rund­funk-Sin­fonieorch­ester Berlin, mit La Sta­gione in Frank­furt und beim den HÄN­DEL-Fest­spie­len in Halle (Athaliavon Händel)sowie mit dem Stuttgarter Kam­mer­chor und Frieder Bernius, mit dem er vor kurzem Hän­dels Mes­si­ah aufge­führt und einge­spielt hat.

ANTONIO ABETE (CARONTE/THIRD SPIRITO)

ANTONIO ABETE (CARONTE/THIRD SPIRITO)

bass

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Anto­nio Abete stammt aus Ital­ien. 1993 gewann er den Opern-Wet­tbe­werb AS.LI.CO und stand bald darauf auf zahlre­ichen ital­ienis­chen Opern­büh­nen u.a. als Don Alfon­so (Così fan tutte), Don Pasquale und Basilio (Il bar­bi­ere di Siviglia). Einen beson­deren Schw­er­punkt seines Reper­toires bilden Par­tien des Barock, mit denen er bei inter­na­tionalen Fes­ti­vals für Alte Musik sowie an der Deutschen Staat­sop­er Berlin (Plu­tone in Euridice von Peri), dem Teatro Comu­nale in Flo­renz (Caronte in Mon­teverdis L’Orfeo), bei den Salzburg­er Fest­spie­len (Sil­vano in La Cal­is­to von Cav­al­li) und dem Teatro Regio in Turin (Leone in Hän­dels Tamer­lano) gastierte. An der Bay­erischen Staat­sop­er debütiert Anto­nio Abete als Net­tuno in Mon­teverdis Il ritorno d’Ulisse in patria.

ÜBER L’ORFEO

 

Dieses Werk ist nicht nur eine der schön­sten Opern über­haupt, son­dern hat auch einen starken Bezug zum Teatro Olimpi­co in Vicen­za. Das The­ater wurde 1585 gebaut, einige Jahre, bevor L’Orfeo in Man­to­va uraufge­führt wurde. Die Oper passt per­fekt in dieses wun­der­schöne The­ater.

Es gibt noch einen anderen wichti­gen Punkt: Mich fasziniert das Finale. In der Orig­i­nal­fas­sung (im Libret­to und in den griechisch-römis­chen Quellen) steigt Orpheus aus der Unter­welt empor und wird von ver­rück­ten, eksta­tis­chen Frauen, die sehr böse auf ihn sind, ermordet. Warum? Weil Orpheus Frauen ablehnt – er will sich nie wieder ver­lieben, nach­dem er seine „per­fek­te“ Euridike zweimal ver­loren hat. Die beschuldigten ver­rück­ten Frauen (Anhän­gerin­nen von Diony­sus, die ein wildes Bac­cha­nal auf­führen) reißen ihn in Stücke.

Nor­maler­weise wird diese Oper mit einem geän­derten Schluss aufge­führt, den Mon­tever­di einige Jahre nach der Urauf­führung kom­ponierte. In dieser zweit­en Fas­sung gibt es kein Bac­cha­nal, son­dern Apol­lo erscheint vom Him­mel und erhebt Orpheus zu den Göt­tern. Die Oper endet mit einem Hap­py End, mit einem kon­ven­tionellen Finale.

Ich bin davon besessen, L’Orfeo mit dem Bac­cha­nal aufzuführen. Dafür werde ich die fehlende Musik im Stil von Mon­tever­di kom­ponieren. Wir wer­den eine Welt­premiere des orig­i­nalen Konzeptes erleben, 500 Jahre nach­dem es geschrieben wurde!“

Iván Fis­ch­er, Kün­st­lerisch­er Leit­er

© 2018  Vicenza Opera Festival

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